Ein einfacher 3-Stufen-Prozess
Fotos in HoudahGeo zu geokodieren, ist ein einfacher 3-Stufen-Prozess. Die 3 Stufen werden durch farbige Tabs in der Symbolleiste dargestellt. Tabs ordnen die diversen Funktionen in jeweils eine der 3 Stufen ein.
HoudahGeo arbeitet mit Projekten, die für den späteren Gebrauch gespeichert werden können. Im Grunde besteht ein Projekt aus einer Liste von Bilddateien. Diesen Bildern können Sie Metadaten anfügen. Zusätzlich können GPS-Wegaufzeichnungen in das Projekt geladen werden.
1. Bilder hinzufügen - Der rote Schritt
Zuerst müssen Sie HoudahGeo zeigen, mit welchen Bildern Sie arbeiten wollen.
HoudahGeo merkt sich nur, wo die Bilddateien abgelegt sind. Es kopiert sie nicht. Die Verantwortung, die Bilder aufzubewahren, liegt demnach bei Ihnen. Sie sollten die Bilder nicht mehr verschieben, wenn sie Teil einen Projektes sind.
HoudahGeo kennt 2 Quellen für Bilddateien: das Dateisystem oder ein Fotoverwaltungsprogramm. HoudahGeo kann auf die Mediatheken von iPhoto, Aperture und Lightroom zugreifen. Der erste Knopf in der Symbolleiste erlaubt es Ihnen, Fotos aus dem Dateisystem auszuwählen. Der zweite Knopf öffnet ein Fenster, in dem der Inhalt der Mediatheken zu sehen ist. Fotos können von hier ins Projektfenster hinübergezogen werden.
Beim ersten Bild, welches Sie in ein Projekt laden, fragt HoudahGeo nach den Einstellungen der Uhr auf Ihrer Kamera. HoudahGeo benötigt diese Information um Zeitstempel korrekt darzustellen. Diese Information ist auch wichtig für das Geokodieren anhand von Wegaufzeichnungen. HoudahGeo geht davon aus, dass diese Einstellungen für alle Bilder eines Projektes gleich sind. Sie sollten also darauf achten, dass die Uhr korrekt eingestellt ist und diese im Verlauf eines Projektes nicht ändern.
2. Ortsinformationen hinzufügen - Der gelbe Schritt
Am einfachsten geht das Geokodieren, wenn eine GPS-Wegaufzeichnung vorliegt. Viele GPS-Geräte zeichnen in festen Zeitabständen die aktuelle Position auf. So entsteht eine Wegaufzeichnung. Einfache Wegaufzeichnungs-Geräte, so genannte "Track Loggers, gibt es für weniger als 70 Euro.
Die Wegaufzeichnung kann dann auf den Computer geladen werden. HoudahGeo fügt sie mit Ihren digitalen Bildern zusammen und kann diese so mit Breitengrad, Längengrad und gegebenenfalls Höhe geokodieren.
HoudahGeo kann direkt mit GPS-Geräten vieler Hersteller verbunden werden. Bei Geräten, mit denen dies nicht möglich ist, wird Software vom Gerätehersteller oder von einem Drittanbieter benötigt, welche die Wegaufzeichnung herunterladen kann. HoudahGeo kann Wegaufzeichnungen in GPX, NMEA, Sony LOG, TCF und verschiedenen CSV-Formaten einlesen.
Sie brauchen nicht zwingend ein GPS-Gerät. Der dritte Knopf im gelben Tab ermöglicht das Geokodieren anhand einer eingebauten Karte. Sie müssen lediglich die Markierung an den gewünschten Ort ziehen. Die Karte kann per Doppel-Klick gezoomt und zentriert werden.
Sie können auch die Fähigkeiten von Google Earth ausnutzen. Erkunden Sie den Planeten. Suchen Sie nach Ortsnamen. Sobald Google Earth den gewünschten Ort anzeigt, können Sie Ihr Fotos mit einem einfachen Klick geokodieren!
Als Nächstes wollen Sie wahrscheinlich aus den gewonnenen Koordinaten Ortsnamen (Stadt, Bundesland, Provinz, Land) ableiten. Dieser Prozess heißt Reverse Geocode.
3. Geokodierte Bilder exportieren - Der grüne Schritt
Der Inhalt eines HoudahGeo-Projektes kann vielseitig verwendet werden.
Wenn Sie Ihre Fotos zwecks Katalogisierung geokodieren, ist es sinnvoll, die gewonnenen Informationen zurück in die Bilddateien zu schreiben. HoudahGeo kann EXIF, XMP und IPTC ohne Qualitätsverlust für das Bild schreiben. HoudahGeo unterstützt JPEG-Dateien sowie eine Vielzahl von RAW-Formaten. HoudahGeo arbeitet mit iPhoto, Aperture und Lightroom zusammen. So können Sie die Geotags in Ihrer Fotoverwaltungssoftware sehen.
HoudahGeo bietet Ihnen an, Kopien der Bilddateien zu erstellen, um dann diese mit den Tags zu versehen. Das ist eine gute Idee, falls Sie nicht anderwärtig Sicherheitskopien angelegt haben. Dies ist natürlich nicht sinnvoll in dem Fall, wo die Fotos in einer Fotoverwaltungssoftware geführt werden, welche auf die neuen Metadaten zugreifen soll.
Geokodieren eröffnet auch ganz neue Möglichkeiten Fotos zu präsentieren und zu veröffentlichen.
Eine der interessantesten Anwendungen ist es, die Fotos in Google Earth zu visualisieren. Hier sind die Fotos an den Globus "genagelt". Genau an dem Ort, an dem sie gemacht wurden. Dies ist eine beeindruckende Art, Fotos darzustellen. Auch im Beruf kann dies mitunter nützlich sein. Z.B. kann ein Immobilienagent Fotos der angebotenen Objekte im geographischen Rahmen darstellen. Die Google-Earth-Export-Funktion in HoudahGeo schreibt KMZ-Dateien. Eine solche Datei enthält sowohl Kopien der Bilder als auch deren Koordinaten. Eine solche Datei ist freistehend und lässt sich damit sehr einfach weiterreichen: auf CD/DVD, per Email, als Download, … Fortgeschrittene Anwender können auch auf das KML-Format zurückgreifen. Für das Veröffentlichen von Fotos auf einer Webseite eignet sich dieses oft besser.
Zusätzlich kann HoudahGeo Ihre Fotos zu Flickr oder locr hochladen.